Skip to main content

Lithium Ionen Akku 

Bei einem Lithium Ionen Akku, der als LiIon-Akku abgekürzt wird, handelt es sich um einen Akku, der Lithiumionen nutzt, die dann beim Laden und Entladen zwischen den beiden Elektroden des Akkus hin- und herwandern. Positiv ist bei diesen Akkus, dass die Selbstentladung der recht gering ist und unter 5% im Monat liegt. Außerdem ist ihre Energiedichte sehr hoch und im Vergleich über 5 mal höher als die von NiMH-Akkus. Des Weiteren sind LiIon-Akkus durch die verwendeten Materialien recht umweltfreundlich, aber natürlich gehören auch sie in das Recycling. Zwar ist der Innenwiderstand höher als der von NiMH- und auch der von NiCd-Akkus, aber dafür ist bei gleichem Volumen ihre Kapazität sehr viel größer sowie das Gewicht pro Ah deutlich geringer. In der Praxis ist zu bedenken, dass der Innenwiderstand mit sinkender Temperatur ansteigt, daher sind die LiIon-Akkus bei niedrigen Temperaturen nicht immer zu gebrauchen.

Herstellung der Lithiumionenakkus

Obwohl die Herstellung der Lithiumionenakkus nicht mehr sehr teuer ist, sind sie in der Anschaffung dennoch häufig recht hoch. Nicht vergessen sollte man, dass bei diesen Akkus sowohl der Lade- als auch der Entladevorgang möglichst überwacht werden sollte. Ist die Ladespannung auch nur etwas zu hoch, kann sich das Lithium entzünden. Entstehen bei der Entladung zu hohe Entladeströme, dann kommt es leicht zu einer Erhitzung, die sich schnell zum Brand entwickeln kann. Im Gebrauch muss außerdem darauf geachtet werden, dass die LiIon-Akkus nicht tiefentladen werden, da es sonst zu großen Schäden kommen kann, die häufig auch nicht zu beheben sind.

LiIon-Akkus häufig nur in teuren Geräten

Früher wurden die LiIon-Akkus häufig nur in teuren Geräten verwendet, da sowohl ihr komplexer Aufbau als auch die damit verbundenen Kosten eine andere Anwendung ausschlossen. Da sie mittlerweile auch in Massenproduktion hergestellt werden, sind sie auch in vielen anderen Geräten zu finden. Dazu zählen unter anderem mobile Computer, Mobiltelefone, MP3-Player, Kameras und noch viele mehr, wie zum Beispiel auch in elektrisch betriebenen Werkzeugen wie Akkuschraubern. Dadurch haben die LiIon-Akkus immer häufiger die NiCd- oder NiMH-Akkus abgelöst, die bis dahin dort verwendet wurden. Bei diesen Anwendungsbereichen schätzt man vor allem, dass die Geräte mit LiIon-Akkus nicht immer zwangsläufig leer sind, wenn man sie nur selten oder sogar nur einmal im Jahr hervorholt, um sie zu benutzen. Allerdings gibt es auch bei den LiIon-Akkus große Unterschiede, denn vor allem in günstigen Geräten werden LiIon-Akkus verbaut, die häufig nur ungefähr die Hälfte der üblichen Kapazität und dadurch auch nur die halbe Gebrauchsdauer bis zum Nachladen haben. Außerdem besitzen sie einen höheren Innenwiderstand, was ihre Leistung nicht überzeugend werden lässt. Handelt es sich um einen hochwertigen LiIon-Akku mit guter Qualität, dann gibt es diese Minuspunkte jedoch nicht. Positiv ist vielmehr, dass sie trotz der gleichen oder sogar höheren Kapazität sehr viel kleiner und auch leichter sind als die Vertreter der NiCd- oder NiMH-Akkus. Dies macht sich vor allem bei der Arbeit mit den Werkzeugen bemerkbar, die mit einem solchen Akku ausgerüstet sind.

Auch bei guter Pflege ist die Lebensdauer von Lithiumionenakkus jedoch leider begrenzt. Auch bei Nichtbenutzung altern LiIon-Akkus, so dass man zumindest bei den ersten Akkus dieser Art von einer Lebensdauer von ca. 5 Jahren seit der Herstellung ausging, was in der Praxis aber eher noch geringer war. Nach dem Ablauf dieser Zeit zeigt sich ein Rückgang der Kapazität um meist ca. 20%. Wird dieser Zustand erreicht, empfiehlt es sich, sich einen neuen Akku zuzulegen. Wen es nicht stört, dass man früher und dementsprechend häufiger nachladen muss, der kann den Akku natürlich auch noch weiterverwenden. Auf jeden Fall sollte man darauf aufpassen, dass es nie zu einer Tiefentladung kommt. Empfehlenswert ist daher, eine Elektronik zu nutzen, die rechtzeitig Bescheid gibt, wenn die Akkuspannung unterhalb eines bestimmten Wertes liegt und dann das Gerät abschaltet. Berücksichtigt man dies, dann sollte man den Akku bald wieder laden und der Akku nimmt keinen Schaden. Lädt man ihn nicht möglichst schnell wieder auf, kann der Akku dennoch geschädigt werden, da es dann zu einer Tiefentladung kommt, da sich der Akku dann selbst entlädt.

Nutzung LiIon-Akku

Wird ein LiIon-Akku für längere Zeit nicht benutzt, dann sollte man ihn unbedingt auch aus dem Gerät nehmen und ihn separat lagern. Nur so kann man vermeiden, dass das Gerät auch in der Ruhe und im ausgeschalteten Zustand Strom aus dem Akku zieht. Dieser Stromverlust ist zwar einerseits recht gering, aber dennoch würde ein Akku bei längerer Lagerung tiefentladen werden, was ihn schädigen würde. Optimal ist es, wenn LiIon-Akkus beim Lagern einen Ladestand von 40-60% haben und sie kühl, aber dennoch frostfrei und auf jeden Fall trocken liegen. Dazu kann man den Akku mit einem wasserbindenden Silikagel-Päckchen in eine luftdichte Plastikkiste oder -beutel geben und ihn in einen kühlen Raum legen.